Saisonauftakt gegen Germania List II

Wir sind zurück! Mit Beginn der Saison 2025/26 kehren regelmäßige Heimspiele nach Nordsehl zurück. Unsere Spielgemeinschaft mit Kassel ist über den Sommer personell stabiler geworden – nicht zuletzt durch mehrere Neuzugänge und die Aufnahme der zweiten Mannschaft des SV Odin. In der kompakten Vorbereitung konnten zwei gemeinsame Einheiten mit Odin organisiert werden, um ein belastbares Spielsystem für die Saison zu etablieren.

Der Auftakt gegen die Zweitvertretung des Bundesligisten Germania List fiel passgenau auf das Nordsehler Erntedankfest am 30. 08. Die Vorfreude war groß – und Spielertrainer Marius Näfe fand sich, trotz eigener Verletzung, in der angenehmen Situation wieder, aus einem breiten Kader von über 22 Spielern wählen zu können. Germania reiste mit 17 Akteuren an, einer Mischung aus jungen, gut ausgebildeten Spielern und einigen Old Boys – ein schweres, aber keineswegs chancenloses Duell zeichnete sich ab.

Die Anfangsphase war von kleinen Unsauberkeiten geprägt, vor allem in unserer Verteidigung. Germania nutzte die ersten Unstimmigkeiten konsequent und legte früh den ersten Versuch zur 0:7-Führung. Unsere Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Nach rund zehn Minuten setzte Neuzugang Manyano „Mayo“ Njikela das erste Ausrufezeichen auf unserer Seite. Ein langer Befreiungskick wurde von Germania nicht sauber gesichert – Mayo sammelte selbst wieder ein und vollendete. Kurz vor der Pause sorgte er per Straftritt für die 10:7-Halbzeitführung.

In der zweiten Hälfte erhöhte Germania das Risiko, spielte freier auf und brachte damit Unordnung in unsere Defensive. Mit zunehmender Ermüdung taten sich Lücken auf, die die Gäste zu zwei weiteren Versuchen nutzten. Unser Team hielt mit großem Einsatz dagegen, verteidigte in vielen Sequenzen leidenschaftlich und suchte den Weg nach vorn. Offensiv verhinderten einige Knock-ons und fehlende Unterstützung an den Kontaktpunkten, dass wir unsere guten Ansätze durchgängig in Punkte ummünzen konnten.

Mayo setzte dennoch Akzente und brachte uns mit einem weiteren Versuch sowie einem Straftritt zwischenzeitlich wieder auf acht Zähler heran. Für die späte Wende reichte es am Ende jedoch nicht – Germania gewann mit 28:20.

Fazit: Ein intensiver, sehenswerter Saisonauftakt mit klar erkennbarer Struktur im Angriff und großer Leidenschaft in der Verteidigung. Auch wenn das Ergebnis nicht zu unseren Gunsten ausfiel, macht die Leistung Lust auf die kommenden Aufgaben. Die Richtung stimmt. 

 

Das diesjährige Erntefest begann pünktlich um 14:00 Uhr mit dem traditionellen Umzug, der bis in den frühen Abend hinein bis etwa 18:00 Uhr andauerte. Der Ablauf verlief reibungslos, zahlreiche Teilnehmer begleiteten die Wagen und sorgten für eine festliche Atmosphäre im gesamten Dorf.

Auf einen eigenen Rugby-Wagen mussten wir in diesem Jahr zwar verzichten – die Überschneidung mit unserem Heimspiel gegen Germania List II machte es unmöglich. Der Stimmung tat das jedoch keinen Abbruch: Bis tief in die Nacht wurde ausgelassen gefeiert – mit bester Musik vom DJ, einer gut gefüllten Bar und kulinarischen Spezialitäten vom Grill, geliefert vom Neulandhof Runge. Besonders die Cocktailbar erwies sich erneut als Publikumsmagnet, und wie in jedem Jahr spaltete „Der rote Fluch“ die Geschmäcker, ohne an Beliebtheit einzubüßen.

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